Theater

Rumpelstilzchen, Hexe und Co. begeistern die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen

Eine Theateraufführung der Theatergruppe des Kollegs (drg und Theaterkreis) am 25.10.2012 um 11.45 Uhr in der Aula des Kollegs
Bericht von H. Limmer

„Das ist nicht alter Wein in neuen Schläuchen“ – die Märchenfiguren wurden zwar sofort erkannt, die Handlungsstränge mussten aber neu bestimmt und einander zugeordnet werden. Das machte den Fünftklässlern Spaß und sie wurden auch herausgefordert! (Bild 1)
In den Nachbesprechungen zur Theateraufführung, die vom Theaterkreis als Begrüßung der neuen Gymnasiasten gedacht war, äußerten sich die Schülerinnen und Schüler zwar nicht mit diesen Worten, jedoch sinngemäß. Bühnenbild, Musik von Engelbert Humperdinck aus der Overtüre der Oper Hänsel und Gretel, Licht und Kostüme stellten eine Atmosphäre der Märchenwelt her, die allerdings wechselte, wenn die Handlung in der realen Welt spielte. Auch dieses Ineinander von Wirklichkeit und Phantasie konnte das junge Publikum in den Bann ziehen. (Bild 2)
Ein Wunschbrunnen, der auf der Vorbühne in exponierter Stelle stand und von Schauspielerinnen aus der Q11 kunstvoll und mit viel Engagement angefertigt wurde, stellte das Bindeglied zwischen realer Welt und Märchenland her. So stiegen Personen aus der Wirklichkeit, welche die Zuschauer zum Identifizieren einluden, in den Brunnen und landeten im Märchen. Hier sind Schneewittchen, Rumpelstilzchen, die Prinzessin auf der Erbse und andere verzweifelt. Sie können ihr Märchen nicht mehr spielen, weil das wichtigste Requisit fehlt. Aschenputtel hat sich den Fuß verstaucht und kann ihren Prinz nicht mehr heiraten. Alle Verwirrungen sind von einem Dieb verursacht, der in der realen Parallelwelt aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und von der Polizei gesucht wird. Zwei Kinder, Zora und Peter, geraten selbst unversehens ins Märchenland, weil sie aus dem Wunschbrunnen Geld herausholen wollen, das Touristen gemäß der Tradition um den Trevi-Brunnen in Rom hineinwerfen.
Zora und Peter werden schließlich zu Hänsel und Gretel. Ein Märchenchef versucht verzweifelt wieder Ordnung zu schaffen. (Bild 3 und 4)
Das turbulente und witzige „Spiel im Spiel“ bot mit präzisen und knappen Dialogen den fünften Klassen unterhaltsame und eindrucksvolle theatralische Aktionen, die sicherlich das Interesse und die Lust am Lesen gesteigert haben.
(Bild 5,6 und 7)