Unser Theater

hinter der buehne mit textEs gehört zu den guten Traditionen unserer Schule, dass wir besonderen Wert
legen auf die musische Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern. Wir halten es für wichtig, dass auch am Gymnasium nicht nur etwas für die Ausbildung des "Kopfes" getan wird, sondern auch etwas "für Herz und Hände". Neben mehreren Chor- und Orchester-Gruppen und dem herkömmlichen Schultheater gibt es seit nun schon über 30 Jahren die Marionettenbühne.

Die meisten Schülerinnen und Schüler, die sich daran beteiligen, bleiben der Marionettenspielgruppe über viele Jahre ihrer Schulzeit treu. Sie lernen dabei, Marionetten zu bauen und zu führen, andere wirken als Sprecher, Sänger oder Instrumentalisten bei den Tonaufnahmen mit oder sind im organisatorischen Umfeld tätig. Auch viele unserer Lehrkräfte lassen sich immer wieder gern für eine Aufgabe bei der Marionettenbühne einspannen.

In den ersten Jahren diente ein Provisorium in einem Musiksaal als Bühne. Seit 1985 spielen wir auf einer fest installierten Bühne mit vielen technischen Möglichkeiten und mit einem Zuschauerraum, der in höhengestaffelten Sitzreihen ca. 150 Personen Platz bietet.

Ein gut ausgestatteter eigener Werkraum hinter der Bühne ermöglicht großzügiges Arbeiten beim Puppen- und Kulissenbau. Ein großer Fundus im Dachboden beherbergt inzwischen fast 400 Marionetten und zahllose Kulissenteile.

Das Zielpublikum, an das wir bei der Inszenierung unseres alljährlichen Märchenstücks denken, sind etwa Kinder im Grundschulalter. Sie sollen Inhalt und Sprache des Stückes verstehen können. Nichtsdestoweniger bemühen wir uns aber auch, jeweils Dinge einzubauen, die vor allem die erwachsenen Zuschauer ansprechen. So haben wir inzwischen ein treues Stammpublikum, das sich jedes Jahr auf unsere Aufführungen freut.

Bei besonderen Anlässen - etwa zum 25-jährigen Jubiläum 1996 oder zum Schulfest 1998 - nahmen wir neben dem Märchenstück eine zweite Produktion in Angriff, was aber aus zeitlichen Gründen nicht jedes Jahr zu schaffen ist.

Der übliche Zeitrahmen sieht etwa so aus: Gleich nach der jeweiligen Aufführungsreihe im Januar und Februar beginnen die Vorbereitungen des jeweils neuen Stückes. Die Zeit bis zu den Sommerferien benötigen wir für den Bau der Puppen. Da es in der Regel so ist, dass jeder die Figur baut, die er dann bei den Aufführungen führen wird, bauen natürlich die Anfänger eine Figur für eine kleinere Rolle, während die Hauptrollen eher an die "alten Hasen" gehen. Parallel zum Puppenbau beginnen meist schon die Arbeiten für die Kulissen und die Tonaufnahmen, die im September bzw. Oktober abgeschlossen sein müssen. Spätestens Anfang November müssen nämlich die Proben beginnen können, damit gegen Ende Januar sich der Vorhang für das neue Stück öffnen kann.