Seminare Englisch

W-Seminar Englisch 2014-2016: The Industrial Revolution

Zielsetzung des Seminars, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil):

  • Kenntnis vielfältiger Facetten einer bedeutenden Phase der Geschichte Großbritanniens
  • Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten auf unterschiedlichen Gebieten: Geschichte, Sozialgeschichte, Literatur, Kunstgeschichte
  • Erweiterung der fremdsprachlichen Kompetenz

Kurzbeschreibung:

„Sieht man eine Revolution als eine grundlegende, die gesamte Gesellschaft erfassende beschleunigte Entwicklung, so trägt die Industrielle Revolution, die zwischen zirka 1750 und 1850 in England und Wales stattfand, diese Bezeichnung nach wie vor zu Recht. Sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Güterproduktion war die Notwendigkeit einer Veränderung in den Produktionsverhältnissen entstanden, die durch die technische Entwicklung und die wirtschaftlichen Voraussetzungen ergänzt wurde, was zu einer Umwälzung führte, die Britannien einen Vorsprung vor der ganzen Welt verschaffte und für kurze Zeit seine weltbeherrschende Stellung als Produzent, Seemacht und   Kolonialmacht begründete. Die Vorstellung von Großbritannien als Weltmacht, die auch heute noch die Köpfe vieler Briten durchgeistert, stammt aus dieser Zeit.“

aus: Axel Gehring/Franz-Josef Krücker (Hrsg.):  Südengland / Wales, S. 103

W-Seminarfahrt nach Großbritannien

Auf den Spuren der industriellen Revolution in England und zugleich anderen markanten Meilensteinen der englischen Geschichte begaben sich einige Teilnehmerinnen des W-Seminars zu Beginn der Osterferien zusammen mit ihrem Kursleiter, Fr. Schöpplein und Frau Radlhammer auf einen Kurztrip nach England.

Nach einer etwas stürmischen Überfahrt über den Ärmelkanal , die neben einer aufgewühlten See auch ebensolche Mägen verursachte, ging es zunächst zur ersten Übernachtung nach Canterbury.   Von dort führte die Fahrt nach Much Wenlock, wo man mit den Ruinen der dortigen Abtei die Auswirkungen der Schließung und Zerstörung der Klöster unter Heinrich  VIII sehen und im Garten der von English Heritage betreuten Anlage auch ein topiary bewundern konnte. Von dort ging es dann zum wunderbaren Bed and Breakfast-Haus, dem Clairmont Guest House in Wellington bei Telford.  Der nächste Tag war ganz dem eigentlichen Seminarthema gewidmet und führte zur berühmten Ironbridge und Blists Hill im Coalbrookdale, der Geburtsstätte der industriellen Revolution. In dem viktorianischen Museumsdorf von Blists Hill konnte man  live die Kunstfertigkeit der Handwerker bei der Herstellung von gusseisernen Haushaltswaren verfolgen und u.a. die Apotheke, den Metzgerladen, das Haus des Arztes, den Pub, die Poststelle u.v.m besichtigen, dem Spektakel eines Easter folk dances beiwohnen und eine eher abschreckende Schulstunde des Dorfschullehrers miterleben. Danach führte die Tour weiter um der Geschichte der englischen Porzellanherstellung im Coalport China Museum nachzugehen und  im Anschluss daran dem alten Mauthaus  (Tollhouse) eine Stippvisite abzustatten, ehe es über die eiserne Brücke in Telford (Ironbridge) zum  Museum of the Gorge ging. Abgerundet wurde der Tag von der Besichtigung der Darby Houses, die neben einem Einblick in das alltägliche Leben einer durch die Eisenverarbeitung wohlhabend gewordenen Quäkerfamilie auch die Gelegenheit dazu bot, den Schreibtisch zu bewundern, auf dem Abraham Darby die Iron Bridge entworfen hat, bevor ein Raum mit Kleidungsstücken dieser Zeit (period costumes) zum Verkleiden einlud. Der an Eindrücken reiche Tag klang dann beim gemeinsamen Abendesses im Old Orleton Inn aus.

Nach einem ausgiebigen englischen Frühstück –  ein full English breakfast erwies sich oft als beste Grundlage für einen langen Tag – ging es zurück nach Canterbury. Zunächst konnte mit Leeds Castle noch ein Prunkstück Südenglands kennen gelernt werden , dann führtre die Fahrt nach Canterbury noch in das malerische Dorf Chilham und mit Freude blickten danach alle schon dem dinner im Old Weavers Restaurant entgegen.                                                                                                                                                     
Am nächsten Tag  gewährte eine Führung des Seminarleiters neben einem Einblick in die Frühgeschichte Englands und Canterburys (Das römische Britannien; die Missionierung unter St. Augustine; die Ermordung von Thomas Becket in der Kathedrale von Canterbury ), der sich eine Besichtigung der herrlichen spätgotischen Kathedrale anschloss, bevor es noch ausreichend Zeit zum shopping gab und die Koffer für die Rückreise gepackt werden mussten. 

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Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Mechanization during the Industrial Revolution: The Age of Inventions
2. Means of transportation and changes in the infrastructure
3. The dark satanic mills
4. Work in factories and mines
5. Thomas Telford and Isambard Kingdom Brunel
6. The situation of the working class
7. Social reforms and social philosophers like John Stuart Mill; Robert Owen or John Adams
8. The Luddites
8. The Industrial Revolution as mirrored in literature
9. The Industrial Revolution as portrayed by painters
10. Tin mines in Cornwall
11. Architecture and town planning
12. The landed gentry
13. The Great Exhibition of 1851
14. Schools and education during the Industrial Revolution
15. Life at home
16. The Industrial Revolution and its reflection as portrayed in museums
17. Women in the Industrial Revolution

 M. Schöpplein

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P-Seminar Englisch 2010-12:  Shakespeare on stage 

Das war das Motto unseres Projekt–Seminars Englisch unter der Leitung von Frau Zanker. 

Somit war zu Beginn schon einmal klar, dass uns zunächst einmal die Wahl eines Theaterstücks bevorstand, welches wir anschließend auf die Bühne bringen sollten. 

Dies erwies sich als schwerer als gedacht, da die Auswahl von Shakespeares Theaterstücken beträchtlich ist. Daher verbrachten wir die erste Zeit des Seminars damit, Verfilmungen von Shakespeares Werken anzusehen und uns Zusammenfassungen durchzulesen. Die Wahl fiel uns zwar schwer, aber letztendlich entschieden wir uns für den „Sommernachtstraum“.  

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Natürlich war dieser Schritt erst der Anfang und es folgte die Verteilung der Rollen an die Schauspieler und zahlreiche Überlegungen, wie wir unser Theaterstück nun auf der Bühne überhaupt umsetzen wollten. Es wurde zunächst in Betracht gezogen, nur eine kleine Szene aus dem Sommernachtstraum aufzuführen, um so den Arbeitsaufwand geringer zu halten. Auch waren wir alle der Meinung zum besseren Verständnis das Theaterstück in modernes Englisch umzuschreiben. Allerdings wollten wir uns nicht mit nur einer Szene zufrieden geben und entschlossen uns schließlich doch, den ganzen Sommernachtstraum aufzuführen. So machten wir uns auch gleich an die Arbeit und teilten unser Seminar in verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Aufgaben ein. Es gab ein Schreibteam, das für die Ausarbeitung des Skripts verantwortlich war, ein Bühnenbildteam, ein Kostümteam und ein Team für die Werbung. Doch an dieser Stelle haben wir festgestellt, dass unser Plan nicht ganz aufging, denn das Schreibteam hatte plötzlich die meiste Arbeit und brauchte dringend Unterstützung von den anderen Teams und somit entstand das Skript schließlich in mehr oder weniger gemeinschaftlicher Arbeit. Auch die anderen Bereiche wie Kostüme, Werbung und Bühnenbild wurden dann gemeinschaftlich gemeistert, indem jeder das beisteuerte, was er auftreiben konnte. 

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Zwischendurch setzten wir uns selbstverständlich auch mit der Berufsorientierung auseinander, da dies ebenfalls ein Teil des Projekt-Seminars ist, und mussten deshalb feststellen, dass die Zeit wie im Fluge verging. Am Ende der 11. Klasse konnten wir endlich unser Skript vollenden und widmeten uns in der 12. Klasse dann intensiv der Probenarbeit, da die Aufführung des „Sommernachtstraums“ für Ende Januar geplant war. 

In unser Skript hatten wir auch verschiedene Musikstücke integriert. Deshalb brauchten wir abgesehen von der Bedienung der Technik außerdem noch jemanden, der sich um die Einspielung der Songtitel kümmerte. Andreas Degele erklärte sich, unterstützt von Jonathan Schwach, dazu bereit, diese Rolle zu übernehmen, was unser Stück erheblich aufwertete. Bei dieser Gelegenheit noch einmal ein großes Dankeschön an die beiden. 

Im Dezember mussten wir dann feststellen, dass wir praktisch noch keine Kostüme und kein Bühnenbild hatten und deshalb ging es zuletzt ein wenig hektisch zu. Aber letztendlich haben wir noch alles rechtzeitig geschafft und so fand am Abend des 27.01.2012 die erste Aufführung statt. Obwohl wir alle sehr aufgeregt waren und nicht wussten, ob unser Theaterstück beim Publikum gut ankommt, hat zum Glück alles gut geklappt und unser Publikum war so begeistert, dass wir den „Midsummer Night’s Dream“ sogar noch einmal für die Schüler aufführten. 

Insgesamt lässt sich sagen, dass das P-Seminar „Shakespeare on Stage“ einfach sehr viel Spaß gemacht hat und dass jeder von uns sehr viel an Schauspielkunst und Teamarbeit mitnehmen konnte. Wir sind uns