Qualität der Schule

Was macht eine gute Schule aus?

In der Zeitschrift Elternforum (Ausgabe 1-2014, S. 14; Hrsg. KED) findet sich im gleichlautenden  Artikel, verfasst  von Pater Klaus Mertes, Direktor des Kollegs St. Blasien)  folgende Beschreibung:

„Eine gute Schule entscheidet sich am guten Lehrer-Schüler-Verhältnis. Die Hirnforschung  bestätigt inzwischen die intuitive Lehrererkenntnis, dass der Unterrichtserfolg weniger an der angewandten Unterrichtsmethode als vielmehr an der Qualität des Lehrer-Schüler-Verhältnisses liegt. Kinder und Jugendliche brauchen Beziehung, um Motivation zu entwickeln, Wertschätzung (durch persönliche Zuwendung) und Führung (auf der Basis der Begeisterung der Lehrenden für ihr Fach) im Rahmen eines richtig austarierten Verhältnisses von Nähe und Distanz. Eine gute Schule achtet deswegen auf Lehrer und Lehrerinnen, die Kinder grundsätzlich wertschätzen; die zugleich für ihr Fach brennen, die für erzieherische Fragestellungen im schulischen Alltag offen sind und sich in diesem Sinne über den Unterrichtsalltag hinaus engagieren. Eine gute Schule öffnet auch deswegen neben dem Unterricht weitere Räume des Lernens und Begegnens (Projekte, Praktika, Fahrten). Sie verfügt über einen Verhaltenskodex in Bezug auf die angemessene Nähe und Distanz zwischen Lehrenden und Lernenden, Erwachsenen und Schutzbefohlenen. ...  Neben der Intervention gehört die Frage nach der Gewaltprävention in das Programm einer guten Schule.“

 

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