Wir sind Weltmeister 2016

08.07.2016

(Text und Bilder: Helmut Frank und Kolleg)

Während Jogi Löw und sein Team in Frankreich Europameister werden wollten, kämpften zeitgleich (29.6. – 4.7.) in Leipzig zwei Robotik-Teams des Kollegs der Schulbrüder um den Weltmeister-Titel im Roboter-Fußball (Robo-Cup WM).
Das “ultimate team” vom Kolleg der Schulbrüder, Illertissen erreichte den ersten Platz in der Primärstufe der Junioren (Individual Team 1st Place, Junior Soccer LWL primary) und ist damit Weltmeister in ihrer Altersklasse, in der insgesamt 15 Teams aus allen Kontinenten antraten. Sebastian Bäurle, Sönke Sproll, Tobias Funke, Lukas Schäfer, Marcel Brugger und Efe Yesilgöz mit Betreuer Werner Kremer gehören zum siegreichen Team.

Siegerbild-UT-L2016 k

Zusammen mit AGSG 1 (Portugal), BnJ (Ungarn), SABA-ROBO (Japan) erhielt “Ultimate Team” zudem den Preis „Best SuperTeam Integration“ überreicht und wurde damit für ihre hervorragenden sozialen Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit Teams anderer Länder gewürdigt.

Das zweite Team des Kollegs, „New Generation“ belegte in der nächst höheren Altersklasse in einem Feld von 22 Teams einen hervorragenden 8. Platz. Mit ihren Partnern Helli Afra (Iran) Lares (Südkorea) und Munako-Tsukuyomi (Japan) wurde „New Generation“ im Superteam Dritter.

Zur Information: Junior Soccer LWL primary bedeutet: Roboter, die von maximal 14-jährigen Schülern gebaut wurden, spielen in der Gewichtsklasse bis 1100g mit ihren beiden autonom agierenden Robotern Fußball gegen die beiden Roboter ihrer Gegner. Während eines Matches kann und darf von außen auf die vorprogrammierten Roboter kein Einfluss genommen werden. Beim Bau der Roboter dürfen nur selbstgefertigte Komponenten und eigenständig programmierte Software eingesetzt werden.

Roboter und Pokal - UT - L2016 k                                                                                                                                                                             Zur Technik: Das mechanische Gerüst des Roboters besteht zu 100 % aus Carbon, damit er über eine ausreichende Stabilität verfügt und trotzdem möglichst leicht bleibt. Die Schüler haben das Gerüst mit einem CAD-3D-Zeichenprogramm selbst entworfen und mit der schuleigenen CNC-Fräse millimetergenau ausgearbeitet. Der Roboter bewegt sich mit drei leichten und leistungsstarken Motoren von 12 V und nur 22 mm Durchmesser. Auch die Steuerzentrale ihres Fußballers ist eine Eigenentwicklung. Das Herzstück der Elektronik ist das Mainboard mit einem AT-Mega 644P, das auf die Verarbeitung und Reaktion von Sensordaten programmiert wird. 4 Ultraschallsensoren ermitteln die Abstände zu den Wänden oder zu den anderen Spielern auf dem Feld. 52 gleichmäßig um den Roboter verteilte Infrarot-Fototransistoren suchen und messen den Abstand zum IR-Licht aussendenden Ball. Ein Kompassmodul sorgt für die richtige Richtung auf dem Spielfeld. Weitere 17 Fotodioden erkennen die Aus-Linie auf dem Boden, um eine Strafzeit von einer Minute zu verhindern, welche beim vollständigen „ins Aus fahren“ verhängt wird. Eine Lichtschranke aus einer LED und einer Fotodiode erkennt, ob der Ball in der Ballkuhle des Roboters liegt.

Die Ergebnisse im Einzelnen finden sich unter http://robocup2016.org/de/spielplan-ergebnisse/ergebnisse/robocupjunior/soccer/. Wer sich noch genauer über das Team informieren will, wird unter http://ultimateteam.bplaced.net/ fündig.

 

Finale Magdeburg 2016

Sonntag, 01.05.2016

Beide Teams haben das Finale erreicht. Und erst hier mussten sie sich den besseren Gegnern geschlagen geben. Nach spannenden Matches kommen die beiden Teams aus dem Kolleg mit 2 silbernen Pokalen als Deutsche Vizemeister zurück.

Nach der Bekanntgabe der Quotierung für die WM ist nun klar. Beide Teams des Kollegs haben es geschafft. Das Kolleg ist erstmalig mit zwei Teams bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Diese Jubiläums-WM (20 Jahre RoboCup) findet vom 30.04.2016 bis 03.07.2016 in Leipzig statt.

 MD2016-BeideTeams

new generation und ultimate team nach der Siegerehrung in Magdeburg 2016

 

Samstag, 30.04.2016

Der gestrige Tag mit der ersten Gruppenphase lief für die beiden Teams schon mal ganz ordentlich. Das Team "new generation" und das "ultimate team" haben jeweils zwei Spiele gewonnen und ein Spiel verloren und sind somit in ihrer jeweiligen Gruppe zweiter. Sollte das so bleiben, ist die Chance auf das Halbfinale gegeben.

Freitag, 29.04.2016

Das Finale der deutschen Meisterschaften in Magdeburg hat für unsere beiden Teams begonnen. Das "ultimate team" in der primary league und das Team "new generation" in der secondary league haben jeweils ab 10 Uhr ihre ersten Matches.
Ihr findet die jeweiligen Tabellen mit Spielplan unter
https://rcj2016.de/schedule/junior/soccer/lwlp_gruppe (ultimate team)
und
https://rcj2016.de/schedule/junior/soccer/lwls_gruppe (new generation in der Gruppe 1).

 

Qualifikationsturnier Vöhringen 2016

Der Einsatz hat sich gelohnt. Die 3 Soccer-Teams bringen drei Pokale mit nach Hause. Einen 1. und 3. Platz in der Liga der Schüler bis 15 Jahre und einen 3. Platz für das Team der Jugendlichen bis 20 Jahre.

Für das Finale der deutschen Meisterschaften in Magdeburg (29.04 bis 01.05. 2016) haben sich 2 dieser Teams qualifiziert. Das "ultimate team" in der primary league und das Team "new generation" in der secondary league.

Einen hervorragenden Einstieg schaffte die Teilnehmer in "rescue line primary". Die beide Teams "the girls group" und "MLJP" nahmen zum ersten Mal an einem Wettbewerb teil. Sie konnten sich mit ihren tollen Leistungen auf Anhieb im Feld der 27 Teilnehmer etablieren und arbeiteten sich auf die Plätze 16 und 21 hoch.

Herzlichen Glückwunsch !

 

Workshop 2016

10 Tage vor der ersten Qualifikation zur RoboCup-Junior Saison 2016 kamen die Teilnehmer der 5 angemeldeten Teams zu einem Vorbereitungs-Tag zusammen.

Das Team „The Girls Group“ hat letzte Änderungen an der Rescue Arena vorgenommen, um den neuen Regeln zu entsprechen. Dazu gehört auch ein Neu-Anstrich des Bodens in Weiß und das Auslegen neuer Linien.

Das zweite Rescue-Team verfeinerte seine Algorithmen zur Erkennung der Richtungsänderungen im neuen „Kreisverkehr“.

Die Teams „new generation“ und „Ultimate Team“ nutzten den Tag für Optimierungen an der Elektronik der Roboter. Vor allem ging es um das präzise Erkennen der weißen Seitenlinien. Hier setzen beide Teams neue selbstentwickelte Bodensensoren ein. Und selbst nach diesem 9-Stunden Arbeitstag in der Schule wurde noch ein Abendtermin im heimischen „Arbeitszimmer“ vereinbart.

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