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Lebendiges Latein

Dass Latein bei weitem keine tote Sprache sein muss, stellten bei einer ganz besonderen Veranstaltung unter dem Motto
„Latein lebt – ein heiterer Abend mit Björn Puscha“ der Gast zusammen mit Schulleiter Manfred Schöpplein unter Beweis. 

Puscha ist allen Freunden der bayerischen Kabarettszene bestens bekannt von seinen Auftritten im „Vereinsheim Schwabing“, wo er als kongenialer Partner von Hanns Ringlstetter regelmäßig einen kabarettistischen Lateinunterricht darbietet. 

Gut 100 Schülerinnen, Schüler und Eltern durften an diesem Abend Björn Puscha live im „Vereinsheim der Kollegs Aula“ erleben und sie hatten ihre wahre Freude an diesem lateinisch parlierenden Schankkellner und Lateinstudenten aus Schwabing. Latein-lebendig1

Der Abend begann furios mit einem Sketch, in dem Lateinlehrer Karl Gritsch in Toga gekleidet im Büro des Schulleiters erschien und diesem sein Leid darüber klagte, dass heutzutage Schüler nicht mehr zum Lateinlernen zu motivieren seien und er aus diesem Grund nun seinem Leben in der Iller ein Ende setzen wolle. Der Schulleiter baute ihn wieder auf, indem er auf die BR-Sendung verwies und Herrn Gritsch empfahl, auf die Göttin Fortuna zu setzen und sein Schicksal in ihre Hand zu legen.  

Zu den daraufhin einsetzenden Klängen von Carl Orffs „Oh Fortuna“ aus den Carmina Burana erschien Björn Puscha auf der Bühne. Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter begaben sich beide zu einem Partytisch in der Aula und warfen sich in bester Vereinsheimmanier gegenseitig des Ball zu. In einem lockeren, heiter geführten Dialog wurde vorexerziert, wie sich spontan so mancher Satz – auch aus dem bayerischen oder schwäbischen Dialekt – mühelosbei einiger Kreativität ins Lateinische übersetzen lässt. Selbst die von Besuchern als knifflige Hürden ausgedachten Vorgaben, konnten den versierten Sprachkünstler Puscha nicht in Verlegenheit bringen. Als Liebhaber der lateinischen Sprache – humorvoll durch den T-Shirt-Aufdruck ‚Latin Lover‘ dokumentiert – brach er eine Lanze für den Bildungswert dieser so genannten alten Sprache und appellierte an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, diese Sprache intensiv zu lernen. So wurde ein überaus humorvoller und unterhaltsamer Abend nicht nur zum Beweis dafür, wie gut sich in einer „toten Sprache“ kommunizieren lässt, sondern zugleich zu einem großen Motivationsschub. Die positiven Reaktion der jüngsten BesucherInnen holten denn auch zunehmend den anfangs zutiefst deprimierten Lateinlehrer aus seinem emotionalen Tief heraus und Herr Gritsch strahlte am Ende des Abends in gewohnt heiterer Manier.